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Sich dem Trend entgegenstellen und sich informieren Unser Besuch im NS – Dokumentationszentrum München

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Durch die Lernbereiche in der Schule und durch Gespräche über das aktuelle Geschehen in der Welt, sind wir immer öfter an dem Thema „Judentum – Hitler und Antisemitismus“ hängen geblieben. „Was geht mich das an?“, „Warum müssen wir darüber sprechen?“, „Was ist eigentlich passiert?“.

Da ich der Meinung bin, dass Orte und Bilder einem beim Verstehen oder beim Nachvollziehen helfen können, haben Herr Holzer (Schulsozialarbeit) und ich eine Führung im NS-Dokumentationszentrum gebucht. Denn an diesem Ort fand „schreckliche“ Geschichte statt. Das NS-Dokumentationszentrum befindet sich auf dem Gelände der einstigen Parteizentrale der NSDAP.

Wir wurden in mehrere Gruppen eingeteilt und jede Gruppe konnte an verschiedenen Orten starten und je nach Fragestellung wurde die Führung gestaltet. Wir schauten uns „einfach nur“ Bilder an und sprachen darüber. Ich war sehr erstaunt, wie viele interessierte Fragenkamen. Vor allem als wir vor der Dokumentationstafel über den Arzt und dem Krankenhaus in Haar saßen.

DAS geschah bei uns?! Auch die erlassenen Gesetze, gegen die Juden, die an einer Wand wie eine Art Zeitleiste hängen, erzeugten Kopfschütteln und Unverständnis. „Sind das alles Juden auf diesem Bild im Lager?“: Man weiß es nicht. Vielleicht ist es ein Österreicher, ein Homosexueller oder jemand, der gegen das System war. Willkür, Angst und „Nicht-Nachfragen“ beherrschte die damalige Zeit.

Draußen vor dem Dokumentationszentrum konnten wir noch mehr neuzeitliche Geschichte entdecken. Der Vergleich mit alten Fotos, die Geschichte hinter der Musikuniversität, Hitlers Balkon, die „geflickte“ Geschichte an den Häusern, wo früher das SS Zeichen hing.

Überwältigt von den ganzen Eindrücken ging es nach drei Stunden zurück nach Haar. „Kann man in Haar das Krankenhaus auch besuchen?“ – Der Wissensdurst ist da! Die Jugend fragt! Ein voller Erfolg

Frau Wülfert und die Klasse 8 a